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Nachhaltiges Bauen: Ökologische Konzepte und KfW-Förderung

Nachhaltiges Bauen – ein Überblick der Schlüsselelemente

Was macht ein Bauvorhaben nachhaltig? Welche Aspekte der Nachhaltigkeit können beim Realisieren Ihres Wohntraums berücksichtigt werden? Welche Unterstützung gibt es für ökologische Baukonzepte (KFW Finanzierung)?

Diese Schlüsselfragen adressieren wir in unserem Leitfaden. Nachhaltigkeit gewinnt im Bereich des Hausbaus zunehmend an Bedeutung: Wohngebäude, die aus umweltschonenden Materialien errichtet und energieeffizient gestaltet werden, stehen hoch im Kurs. Mit dem ambitionierten Ziel, bis zum Jahr 2045 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, trägt auch Deutschland aktiv zu dieser Entwicklung bei.

Nachhaltiges Bauen erklärt: Ein ganzheitlicher Ansatz

Nachhaltiges Bauen verfolgt den Grundgedanken, Ressourcen schonend zu nutzen, den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren und somit die Umwelt zu schonen. Es umfasst eine ökologisch ausgerichtete Planung, Ausführung und Nutzung von Gebäuden.

Das Konzept stützt sich auf das Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit, das sich in die Bauindustrie wie folgt übertragen lässt:

  • Ökonomie: Diese Säule zielt darauf ab, die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu berücksichtigen – einschließlich Anschaffung, Betrieb und Abbruch.
  • Ökologie: Hier geht es um den Einsatz von ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Baumaterialien und -techniken.
  • Soziales: Diese Facette betrachtet die kulturelle und ästhetische Wertigkeit eines Gebäudes, welche die Zufriedenheit der Nutzer beeinflusst und zu einer langfristigen Bewahrung des Gebäudes beitragen kann.

Nachhaltiges Bauen ist erreicht, wenn diese drei Aspekte harmonisch zusammenwirken.

Merkmale eines nachhaltigen Gebäudes

Ein nachhaltiges Gebäude zeichnet sich durch vier wesentliche Faktoren aus:

  • Die sorgfältige Auswahl des Baugrundstücks unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien.
  • Eine Bauweise, die Energieeffizienz und Klimaschutz in den Vordergrund stellt.
  • Einen umweltbewussten Grundriss, der eine ressourcenschonende Raumnutzung ermöglicht.
  • Die ökologische Gestaltung der Außenanlagen, die Biodiversität fördert und natürliche Ressourcen schützt.

Auswahl eines geeigneten Grundstücks für ein ökologisches Zuhause

Der erste Schritt zu einem ökologischen Eigenheim ist die Auswahl eines passenden Grundstücks, das gewissen ökologischen Anforderungen gerecht wird. Das lokale Klima spielt für das Energiekonzept eines nachhaltigen Hauses eine wesentliche Rolle. Wichtige Faktoren sind Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmuster und Windverhältnisse. Ein optimal gelegenes Grundstück bietet Schutz vor Wind und ermöglicht eine maximale Sonneneinstrahlung auf die südlich ausgerichteten Wohnbereiche, was den Heizenergiebedarf minimiert. Ziel ist es, ein Grundstück zu finden, das die solare Energie effizient nutzt.

Energieeffizienz und Klimaschutz im Bauwesen

Ein Schlüsselelement für nachhaltiges Bauen ist eine hochdämmende Gebäudehülle, welche die Wärmeverluste minimiert. Die Auswahl der geeigneten Dämmstoffe ist dabei entscheidend, und wir werden passende Materialien später im Artikel diskutieren. Zusätzlich trägt der Einsatz erneuerbarer Energien zur Beheizung und Stromerzeugung wesentlich zu einem klimaschonenden Gebäude bei. Insbesondere die Nutzung von Erdwärme und Solarenergie sind effektive Methoden, um umweltfreundlich zu heizen und somit die Klimabilanz eines Hauses zu verbessern.

Umweltfreundliche Grundrissgestaltung

Der Grundriss eines Hauses trägt maßgeblich zu dessen Umweltverträglichkeit bei. Ein kompakter und funktionaler Entwurf bedeutet weniger Eingriffe in die Natur, geringeren Materialverbrauch und reduzierten Energieaufwand für Bau und Betrieb. Der Schlüssel zum nachhaltigen Bauen liegt daher in der Beschränkung auf das Wesentliche. Effizienz lässt sich steigern, indem Verkehrsflächen – das heißt alle Bereiche, die den Zugang zu den Räumen gewährleisten – minimiert oder multifunktional genutzt werden. Ein breiterer Flur kann beispielsweise einen Arbeitsbereich integrieren und somit den Platzbedarf optimieren.

Ökologische Außenraumgestaltung im Kontext des nachhaltigen Bauens

Bei der nachhaltigen Gestaltung der Außenflächen ist es wesentlich, ökologische Prinzipien zu berücksichtigen. Bauherren sollten möglichst auf versiegelte Oberflächen verzichten, um die natürliche Versickerung des Regenwassers zu fördern. Dies unterstützt den Wasserkreislauf und entlastet die Kanalisation insbesondere bei starken Regenfällen. Das Auffangen von Regenwasser in einer Regentonne und dessen Nutzung für die Bewässerung des Gartens oder für Toilettenspülungen trägt zusätzlich zur Reduktion des Trinkwasserverbrauchs bei.

Auswahl ökologischer Baustoffe für nachhaltiges Bauen

Nachhaltiges Bauen umfasst den Einsatz umweltverträglicher Materialien. Zu den empfohlenen Optionen zählen:

  • Selbstdämmende Mauersteine
  • Lokal produzierte Ziegel und Klinker
  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, bevorzugt mit FSC-Zertifizierung
  • Lehmputz für natürliche Raumklimaregulierung
  • Regionale Natursteine, beispielsweise Schiefer
  • Ökologische Dämmstoffe wie Zellulose

Regionalität spielt eine Schlüsselrolle, da sie Transportwege verkürzt und damit die Umweltbelastung reduziert.

Um die Standards des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu erfüllen, sind gut gedämmte und dichte Gebäudehüllen erforderlich. Einschaliges Mauerwerk aus Hochlochziegeln, Porenbeton oder Leichtbetonstein mit einer Mindestdicke von 36,5 cm kann ohne zusätzliche Wärmedämmschicht auskommen.

Ökologische Baustoffe überzeugen durch umweltfreundliche Produktion und Verwendung. Umweltbelastende Materialien wie erdölbasierte Kunststoffe, Lacke oder Kiesbeton sind zu vermeiden. Natürliche Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, pflanzenbasierte Farben und Klebstoffe ohne Lösungsmittel sind die bevorzugten Alternativen. Auf Kundenwunsch setzen wir bei ASL Wohnungsbau GmbH auf solche umweltschonenden Materialien.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungsbeschreibung.

Kostenüberblick beim nachhaltigen Bauen

Das gängige Vorurteil, nachhaltiges Bauen sei exorbitant teuer, bedarf einer differenzierten Betrachtung. Ein umsichtiger Vergleich verschiedener Produkte und ein Blick in die langfristige finanzielle Planung sind ausschlaggebend. Die Kosten werden durch zahlreiche Variablen beeinflusst, und Bauherren stehen vor einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten.

Es stimmt, dass qualitativ hochstehende, regionale Baustoffe und nachhaltige Produkte oft einen höheren Anschaffungspreis haben. Dennoch können diese langfristig zu finanziellen Einsparungen führen, denn sie senken auf Dauer die Betriebskosten. Dieser Aspekt ist ein integraler Bestandteil des Nachhaltigkeitsprinzips: Die wahren Vorteile offenbaren sich über einen längeren Zeitraum.

Die Merkmale eines nachhaltigen Hauses, wie wir sie definiert haben, tragen auch dazu bei, die Bau- und Unterhaltskosten zu senken. Ein einfacher und kompakter Bau verringert den Materialverbrauch und ein durchdachter Einsatz von Sonnenenergie kann die laufenden Energiekosten deutlich reduzieren.

Unterstützungsmöglichkeiten für ökologisches Bauen

Der Bau eines Hauses stellt oft eine der größten finanziellen Herausforderungen dar. Nachhaltiges Bauen wird jedoch durch diverse staatliche Förderprogramme unterstützt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für energieeffiziente Neubauten attraktive Kredite, niedrige Zinssätze und spezielle Zuschüsse an. Seit Juli 2021 ist das Programm der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aktiv, wodurch Bauherren zwischen verschiedenen Förderoptionen wie Krediten, Tilgungszuschüssen und direkten Zuschüssen wählen können. Die Höhe der Förderung orientiert sich am erreichten KfW-Effizienzstandard. ASL Wohnungsbau GmbH realisiert verschiedene KfW-Effizienzhäuser (40, 40 Plus und 55) und erfüllt den GEG2023 Standard.

Darüber hinaus bieten auch die Bundesländer und Kommunen finanzielle Unterstützung für umweltfreundliche Bauprojekte an, teilweise in Kombination mit KfW-Krediten. Informationen zu den verfügbaren Förderungen sind in der Förderdatenbank “Nachhaltiges Bauen” zu finden. Für kommunale Förderungen können sich Bauinteressierte bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur KFW-Förderung:

Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (297 / 298)
Wohneigentum für Familien (300)

Nachhaltiges Bauen – Eine Wahl für die Zukunft

Nachhaltiges Bauen umfasst mehr als den Gebrauch von umweltfreundlichen Baustoffen; es geht ebenso darum, den Energieverbrauch zu reduzieren und lokale Ressourcen zu nutzen, um Transportkosten und -emissionen zu senken. Durch die geschickte Inanspruchnahme von Förderprogrammen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene können signifikante Kosteneinsparungen realisiert werden, die das nachhaltige Bauvorhaben finanziell erleichtern.

Wenn Sie den Traum vom Eigenheim umweltbewusst verwirklichen möchten, stehen Ihnen unsere Fachleute zur Seite. Wir unterstützen Sie dabei, nachhaltige Entscheidungen zu treffen und leisten so gemeinsam einen Beitrag zu einer grüneren Zukunft.